PE Rohrleitungen
PE-Rohre für Bewässerung und Poolheizung
Die Rohre sind für alle Arten von Beregnungsanlagen hervorragend geeignet. In das PE-Rohr können Mikro-Tropfer sowie Mikroschläuche (zum Anschluss von z.B. Mikrosprühern) installiert werden.
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Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Für alle Beregnungsanlagen – Mikro-Tropfer und Mikroschläuche lassen sich direkt in das Rohr einsetzen
- ✓ Der Durchmesser entscheidet über den Druck – im Zweifel einen Durchmesser größer wählen
- ✓ Brauchwasser PN10 oder Trinkwasser PN16 – je nachdem, ob die Leitung Teil der Trinkwasserinstallation ist
- ✓ 30 bis 40 Zentimeter Verlegetiefe – für saisonale Bewässerungsleitungen, am besten im Sandbett
- ✓ Auch als Poolheizung – schwarzes PE-Rohr erwärmt das Poolwasser mit Sonnenenergie
Den richtigen Rohrdurchmesser wählen
Das ist die wichtigste Entscheidung beim Rohrkauf – und die, bei der am häufigsten zu knapp kalkuliert wird. Ein zu dünnes Rohr erzeugt Reibungsverluste, die am Ende der Leitung als fehlender Druck ankommen: Die Regner drehen langsamer, die Wurfweite bleibt hinter den Herstellerangaben zurück, und niemand weiß, woran es liegt.
| Außendurchmesser | Richtwert Durchfluss | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 16 mm | bis ca. 500 l/h | Tropfleitungen, Mikrobewässerung, kurze Stichleitungen |
| 20 mm | bis ca. 1.000 l/h | Kurze Zonenleitungen, einzelne Regner, Beetbereiche |
| 25 mm | bis ca. 1.800 l/h | Standard für Zonenleitungen im Hausgarten |
| 32 mm | bis ca. 3.000 l/h | Hauptleitung von der Quelle zum Verteiler |
| 40 mm | darüber | Lange Hauptleitungen, große Grundstücke, gewerbliche Anlagen |
Die Werte sind Richtwerte für übliche Fließgeschwindigkeiten. Zwei Faktoren verschieben sie: Leitungslänge und Höhenunterschied. Je länger die Strecke, desto größer der Reibungsverlust – bei über 30 Metern lohnt es sich, einen Durchmesser größer zu wählen. Wie Sie den Bedarf für Ihre Anlage konkret berechnen, zeigt der Ratgeber Gartenbewässerung planen.
💡 Tipp aus der Praxis
Im Zweifel einen Durchmesser größer. Der Mehrpreis pro Meter ist gering, der Graben wird sowieso ausgehoben – und ein zu dünnes Rohr lässt sich später nicht mehr vergrößern, ohne alles neu zu verlegen. Gerade bei der Hauptleitung vom Hausanschluss oder von der Pumpe zum Verteiler zahlt sich die Reserve aus, sobald die Anlage einmal erweitert wird.
Brauchwasser oder Trinkwasser?
Die zweite Weichenstellung betrifft die Zulassung. Für die reine Gartenbewässerung – also alles hinter der Entnahmestelle beziehungsweise hinter der Sicherungseinrichtung – genügen PE Rohrleitungen für Brauchwasser mit Druckstufe PN10. Sie decken jeden Druck ab, der im Garten auftritt.
Ist die Leitung dagegen Teil der Trinkwasserinstallation, etwa als Versorgung eines Gartenhauses oder einer Außenzapfstelle, brauchen Sie PE Rohrleitungen für Trinkwasser mit entsprechender Eignung und PN16. Wichtig: Rohr und Verbinder müssen zueinander passen – die dazugehörigen Fittinge finden Sie unter PE Fittinge Brauchwasser beziehungsweise in der Trinkwasser-Variante.
Verlegen: worauf es ankommt
- Verlegetiefe: Für saisonale Bewässerungsleitungen genügen 30 bis 40 Zentimeter – tief genug, dass Spaten und Vertikutierer nicht herankommen. Ganzjährig wasserführende Leitungen gehören unter die Frostgrenze.
- Sandbett: Steine im Graben drücken sich über die Jahre in das Rohr. Eine Schicht Sand darunter und darüber verhindert das.
- Kabel mitverlegen: Das Beregnungskabel zum Ventilverteiler kommt in denselben Graben – ein Arbeitsgang statt zwei.
- Rohr vorher abrollen: PE-Rohr kommt auf der Rolle und behält die Krümmung. In der Sonne ausgelegt wird es weich und lässt sich deutlich leichter gerade verlegen.
- Vor dem Verfüllen prüfen: Alle Verbindungen unter Druck setzen und kontrollieren, solange der Graben offen ist.
- Verlauf dokumentieren: Ein Foto vom offenen Graben mit Maßangaben zu festen Punkten erspart Jahre später die Suche.
PE-Rohr für die Poolheizung
Schwarzes PE-Rohr eignet sich als einfache Solarheizung für den Pool: Auf einer besonnten Fläche – Garagendach, Rasenstück, Terrassenrand – in Schlangen verlegt, erwärmt sich das durchfließende Wasser durch die Sonneneinstrahlung. Das Material nimmt die Wärme gut auf und ist UV-beständig genug für die oberirdische Verlegung.
Als Faustregel gilt: Die Kollektorfläche sollte etwa der halben Wasseroberfläche des Pools entsprechen. Der Durchfluss wird eher gering gehalten, damit das Wasser genug Zeit zum Aufheizen hat.
Die passenden Verbinder finden Sie unter PE Fittings, das vollständige Sortiment in der Oberkategorie PE Rohre, Schläuche und Fittings.
Häufig gestellte Fragen
Wie schneide ich PE-Rohr sauber ab?
Mit einem Rohrschneider aus der Kategorie Werkzeug. Eine Säge hinterlässt eine schräge, ausgefranste Kante – und genau die ist die häufigste Ursache für tropfende Klemmverbindungen. Die Schnittkante anschließend leicht entgraten.
Kann ich später noch einen Abzweig ergänzen?
Ja, und zwar ohne die Leitung aufzutrennen: Mit einer Anbohrschelle setzen Sie den Abzweig direkt auf das verlegte Rohr. Für Zonen mit hohem Durchfluss ist ein eingesetztes T-Stück allerdings die bessere Wahl, weil dort der volle Querschnitt zur Verfügung steht.
Muss ich das Rohr im Winter entleeren?
Wenn es nicht frostfrei liegt: unbedingt. Gefrierendes Wasser sprengt Rohr und Verbindungen. Wasser abstellen, Leitungen über den tiefsten Punkt entleeren und idealerweise mit Druckluft ausblasen – besonders dort, wo Regner und Ventile sitzen, sammelt sich sonst Restwasser.
Wie setze ich Mikro-Tropfer in das PE-Rohr ein?
Mit einer Lochzange stanzen Sie ein sauberes Loch in die Rohrwand und drücken den Tropfer oder den Anschlussstutzen für einen Mikroschlauch mit leichtem Druck hinein. Das Loch sollte gerade und nicht zu groß sein, damit der Widerhaken dicht sitzt. Ein versehentlich falsch gesetztes Loch verschließen Sie mit einem passenden Verschlussstopfen.