Kabel & Zubehör

Kabel und Zubehör für die Bewässerungssteuerung

Zwischen Steuergerät und Magnetventil liegt die Verbindung, über die Ihre gesamte Anlage geschaltet wird. Hier finden Sie Beregnungskabel, wasserdichte Kabelverbinder, Kabelklemmen und Netzkabel – also genau die Komponenten, die im Erdreich und in der Ventilbox zuverlässig funktionieren müssen. Ein durchdachter Kabelweg entscheidet darüber, ob Ihre Bewässerung über Jahre störungsfrei läuft oder ob Sie im Sommer den Spaten holen und nach der Fehlerstelle suchen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • ✓ Farbig kodiertes Beregnungskabel – eine Ader je Zone plus gemeinsame Masseader
  • ✓ Wasserdichte Verbinder mit Gel-Verguss – gegen die häufigste Ausfallursache im Schacht
  • ✓ 20 bis 30 Zentimeter Kabelreserve – damit Ventile später bequem ausgebaut werden können
  • ✓ Klemmstellen nur im Schacht – niemals Verbindungen direkt ins Erdreich legen
  • ✓ Netzkabel H07RN-F – für Pumpen und Steuergeräte mit 230 V im Außenbereich

Was Sie in dieser Kategorie finden

Produkt Funktion Typischer Einsatz
Beregnungskabel, farbig kodiert Mehradriges Erdkabel zur Ansteuerung mehrerer Ventile Vom Steuergerät zur Ventilbox, eine Ader je Zone plus gemeinsame Masse
Rain Bird WC20 Kabelverbinder DBR/Y6 Wasserdichte Verbindung mit Gel-Verguss Anschluss der Ventilspulen im Schacht, dauerhaft feuchtigkeitssicher
Kabelklemme 3M Scotchlok 314 Schnellverbinder ohne Abisolieren Schnelle Abzweige und Reparaturen an vorhandenen Leitungen
Netzkabel H07RN-F 3G 1,5 mm² Gummischlauchleitung mit Schutzkontaktstecker, VDE-geprüft Stromversorgung von Geräten mit 230 V, etwa Pumpen oder Outdoor-Steuergeräten

Warum farbig kodiertes Beregnungskabel?

Bei einer Anlage mit sechs oder mehr Zonen liegen entsprechend viele Adern im Graben. Farbig kodiertes Kabel nimmt Ihnen das Durchmessen ab: Jede Ader hat eine feste Farbe, die Sie am Steuergerät und an der Ventilbox derselben Zone zuordnen. Das zahlt sich spätestens dann aus, wenn Sie Jahre später eine Zone ergänzen oder eine Störung suchen – und niemand mehr weiß, welche Ader wohin führt.

Praktisch gerechnet brauchen Sie eine Ader je Magnetventil plus eine gemeinsame Masseader. Bei vier Zonen also mindestens fünf Adern. Wer eine Reserve einplant, spart sich später den zweiten Graben. Wie viele Zonen Ihre Anlage überhaupt braucht, klärt der Ratgeber Gartenbewässerung planen im Vorfeld.

Wasserdichte Verbinder sind Pflicht, keine Option

Der häufigste Ausfallgrund bei Bewässerungsanlagen ist keine defekte Technik, sondern eine korrodierte Kabelverbindung im Schacht. Eine Ventilbox steht nach Regen regelmäßig unter Wasser, und eine mit Isolierband umwickelte Klemmstelle hält dem wenige Monate stand. Danach steigt der Übergangswiderstand, das Ventil schaltet unzuverlässig oder gar nicht mehr.

Verbinder wie der Rain Bird WC20 lösen das über eine gelgefüllte Kapsel: Die Verbindung wird eingeführt, die Kapsel verschlossen, das Gel verdrängt die Luft und schließt Feuchtigkeit dauerhaft aus. Solche Verbinder gehören zum Standardsortiment von Rain Bird und lassen sich auch mit Ventilen anderer Hersteller kombinieren.

💡 Tipp aus der Praxis

Lassen Sie an jeder Verbindungsstelle im Schacht 20 bis 30 Zentimeter Kabelreserve in einer lockeren Schlaufe liegen. So können Sie ein Ventil später ausbauen, nach oben ziehen und bequem arbeiten, ohne die Verbindung auftrennen zu müssen. Passendes Montagematerial finden Sie unter Ventilschacht und Montage.

Kabel verlegen: worauf Sie achten sollten

  • Gemeinsam mit dem Rohr verlegen: Kabel und PE-Leitung in denselben Graben – ein Arbeitsgang, ein Aufwand. Das passende Rohr finden Sie unter PE Rohrleitungen.
  • Verlegetiefe: mindestens so tief wie die Rohrleitung, damit das Kabel beim Vertikutieren oder Umgraben nicht getroffen wird.
  • Keine Verbindung ins Erdreich: Klemmstellen gehören ausschließlich in den Schacht, wo sie zugänglich bleiben.
  • Zonen dokumentieren: Welche Farbe steuert welchen Bereich? Eine Skizze im Sicherungskasten erspart späteres Raten.
  • Sensorleitungen mitdenken: Regen- und Bodenfeuchtesensoren aus der Kategorie Sensoren und Zubehör brauchen eine eigene Ader.

Netzkabel für Geräte mit 230 V

Das Netzkabel H07RN-F ist eine Gummischlauchleitung für den Außeneinsatz: UV-beständig, öl- und ozonfest, mechanisch belastbar. Es versorgt Geräte mit 230 V, etwa Pumpen oder Steuergeräte mit Stromanschluss im Outdoor-Gehäuse. Mit offenem Ende und drei Zentimetern abgemanteltem Leiter lässt es sich direkt an die Klemmleiste des Geräts führen.

Steht am Bewässerungspunkt kein Strom zur Verfügung, entfällt der Kabelaufwand fast vollständig: Steuergeräte mit Batteriebetrieb sitzen direkt am Ventil und benötigen weder Netz- noch lange Steuerleitungen.

Alle weiteren Komponenten der Anlagensteuerung – Steuergeräte, Sensoren und Pumpen – finden Sie in der Oberkategorie Steuerungstechnik. Werkzeug zum Verlegen und Konfektionieren der Leitungen führen wir unter Werkzeug.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Adern brauche ich für meine Anlage?

Eine Ader pro Zone plus eine gemeinsame Masseader. Bei sechs Ventilen also mindestens sieben Adern. Planen Sie ein bis zwei Reserveadern ein – eine spätere Erweiterung ist damit ohne neuen Graben möglich.

Kann ich normales Elektrokabel aus dem Baumarkt verwenden?

Für die dauerhafte Erdverlegung nicht zu empfehlen. Beregnungskabel ist auf permanenten Erdkontakt und Feuchtigkeit ausgelegt und farblich so kodiert, dass die Zuordnung der Zonen eindeutig bleibt. Standardinstallationskabel nimmt über die Jahre Feuchtigkeit auf.

Wie weit darf das Kabel vom Steuergerät zum Ventil sein?

Bei üblichen Querschnitten sind Entfernungen von deutlich über 100 Metern unproblematisch. Bei sehr langen Strecken oder vielen gleichzeitig geschalteten Ventilen sollte der Querschnitt größer gewählt werden, damit die Spannung am Ventil zum Schalten ausreicht. Im Zweifel hilft Ihnen unsere telefonische Beratung weiter.

Muss ich das Kabel im Winter ausbauen?

Nein. Erdverlegtes Beregnungskabel bleibt dauerhaft liegen. Die Winterfestmachung betrifft nur die wasserführenden Teile: Leitungen entleeren und idealerweise mit Druckluft ausblasen.