Pumpen

Pumpen für die Gartenbewässerung aus Zisterne und Brunnen

Wer seinen Garten nicht mit Trinkwasser bewässert, sondern aus Zisterne, Brunnen oder Regenwassertank speist, braucht eine Pumpe, die zuverlässig genug Druck und Wassermenge liefert. Hier finden Sie Tauchpumpenpakete von PEDROLLO – komplette Einheiten mit integrierter Druckregelung, die auf den Dauerbetrieb in Bewässerungsanlagen ausgelegt sind.

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Das Wichtigste in Kürze

  • ✓ Tauchpumpenpakete von PEDROLLO – betriebsfertige Einheiten mit integrierter Druckregelung
  • ✓ Zwei Werte entscheiden – benötigte Wassermenge pro Stunde und erforderliche Förderhöhe
  • ✓ Die größte Zone zählt – nicht die Summe aller Zonen, da immer nur eine Zone gleichzeitig läuft
  • ✓ Relais oder Druckelektronik – die Pumpe startet, sobald eine Zone öffnet
  • ✓ Filter direkt nach der Pumpe – Voraussetzung für einen wartungsarmen Betrieb mit Zisternen- und Brunnenwasser

Die Pumpe ist dabei kein beliebig austauschbares Zubehörteil, sondern das Bauteil, an dem sich die gesamte Anlagenplanung entscheidet. Ist sie zu schwach, laufen Regner nicht sauber an und Wurfweiten bleiben hinter den Herstellerangaben zurück. Ist sie zu stark, zahlen Sie für Leistung, die Sie nie abrufen.

Was ein Tauchpumpenpaket enthält

Anders als eine einzelne Pumpe ist ein Paket bereits als betriebsfertige Einheit abgestimmt. Die Pumpe hängt getaucht im Wasser, was zwei Vorteile bringt: Sie ist selbstansaugend im eigentlichen Sinne nicht nötig, und sie arbeitet nahezu geräuschlos, weil das Wasser den Schall dämpft. Die integrierte Elektronik übernimmt Druckregelung und Abschaltung – die Pumpe startet, sobald eine Zone öffnet, und stoppt selbsttätig, wenn kein Wasser mehr entnommen wird.

Beide hier gelisteten Pakete stammen von PEDROLLO, einem italienischen Hersteller mit langer Erfahrung im Bereich Wasserförderung. Die technischen Daten zu Fördermenge, Druck und Eintauchtiefe finden Sie jeweils auf der Produktseite.

Die richtige Pumpe auslegen: zwei Werte entscheiden

Für die Auswahl brauchen Sie zwei Angaben: die benötigte Wassermenge pro Stunde und die erforderliche Förderhöhe.

Die Wassermenge ergibt sich aus der Zone mit dem höchsten Verbrauch – nicht aus der Summe aller Zonen, da immer nur eine Zone gleichzeitig läuft. Als grobe Orientierung:

Zonentyp Typischer Bedarf Hinweis
Rasenzone mit Getrieberegnern ca. 1.500 – 2.000 l/h Der anspruchsvollste Fall, bestimmt meist die Pumpengröße
Rasenzone mit Sprühdüsen ca. 1.000 – 1.800 l/h Abhängig von Düsengröße und Anzahl
Beetzone mit Tropfschlauch ca. 100 – 400 l/h Deutlich genügsamer, oft mehrere Beete in einer Zone möglich
Hecke oder Gehölzreihe ca. 150 – 500 l/h Lange Laufzeit bei geringem Durchfluss

Die Förderhöhe setzt sich zusammen aus dem geodätischen Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel und höchstem Verbraucher, dem benötigten Betriebsdruck am Regner sowie den Reibungsverlusten in der Leitung. Je länger und dünner das PE-Rohr, desto höher der Verlust – bei der Dimensionierung lieber einen Durchmesser größer wählen als zu knapp planen.

Wie Sie beide Werte für Ihren Garten konkret ermitteln, zeigt der Ratgeber Gartenbewässerung planen. Einen Überblick über das Zusammenspiel aller Komponenten gibt die Seite Gartenbewässerungssystem.

💡 Tipp aus der Praxis

Teilen Sie die Anlage lieber in mehr, dafür kleinere Zonen auf, statt eine größere Pumpe zu kaufen. Vier Zonen à 1.500 l/h laufen nacheinander mit einer kleineren Pumpe genauso zuverlässig wie zwei Zonen à 3.000 l/h – nur günstiger in Anschaffung und Stromverbrauch. Die Zonenzahl begrenzt am Ende nur die Anzahl der Ausgänge am Steuergerät.

Pumpe und Steuerung verbinden

Ein Bewässerungssteuergerät schaltet seine Ausgänge mit 24 V – zu wenig, um eine Pumpe mit 230 V direkt anzusteuern. Dazwischen gehört ein Pumpenstartrelais, das vom Steuergerät angesteuert wird und lastseitig die Pumpe schaltet. Passende Steuergeräte mit Pumpenstart-Ausgang finden Sie bei Rain Bird und Hunter.

Alternativ übernimmt bei Paketen mit integrierter Druckelektronik die Pumpe selbst die Regelung: Sobald ein Magnetventil öffnet, fällt der Druck in der Leitung, die Pumpe erkennt das und startet. Beide Varianten funktionieren – die Relaislösung schont die Pumpe bei häufigem Schalten zusätzlich.

Filterung nicht vergessen

Zisternen- und Brunnenwasser enthält Schwebstoffe, die in Düsen und Tropfern zu Verstopfungen führen. Besonders empfindlich reagiert die Tropf- und Mikrobewässerung, deren Auslässe teils unter einem Millimeter liegen. Ein Filter direkt nach der Pumpe ist deshalb keine Option, sondern Voraussetzung für einen wartungsarmen Betrieb. Passende Produkte führen wir unter Druckminderer und Filter.

Zur Grundausstattung gehört außerdem eine Absperrmöglichkeit hinter der Pumpe. Ein Kugelhahn aus Messing erlaubt es, die Anlage für Wartung und Winterfestmachung vom Wasser zu trennen, ohne die Pumpe demontieren zu müssen.

Alle weiteren Komponenten der Anlagensteuerung finden Sie in der Oberkategorie Steuerungstechnik. Bei Fragen zur Auslegung Ihrer Pumpe beraten wir Sie gerne telefonisch unter 09723 931639.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich überhaupt eine Pumpe?

Nur, wenn Sie aus Zisterne, Brunnen oder Tank speisen. Am Hauswasseranschluss steht der Netzdruck bereits an – hier genügt in der Regel die vorhandene Leitung. Prüfen Sie dann aber die verfügbare Wassermenge mit dem Eimertest: Ein 10-Liter-Eimer sollte in 20 bis 25 Sekunden voll sein.

Was passiert, wenn die Zisterne leerläuft?

Ohne Schutz läuft die Pumpe trocken und nimmt Schaden. Pakete mit integrierter Elektronik verfügen über einen Trockenlaufschutz, der die Pumpe in diesem Fall abschaltet. Bei kleinen Zisternen lohnt zusätzlich eine Umschaltung auf Trinkwasser als Reserve.

Muss die Pumpe im Winter raus?

In einer frostfreien, ausreichend tiefen Zisterne kann die Pumpe eingebaut bleiben. Die wasserführenden Leitungen oberhalb der Frostgrenze müssen jedoch entleert und idealerweise mit Druckluft ausgeblasen werden. Trennen Sie die Pumpe für die Winterpause vom Netz.

Wie laut ist eine Tauchpumpe?

Deutlich leiser als eine oberirdisch aufgestellte Pumpe. Da sie im Wasser hängt, dämpft die Flüssigkeit den Schall, und der Zisternendeckel schirmt zusätzlich ab. Das ist gerade bei Bewässerungszeiten in den frühen Morgenstunden ein praktischer Vorteil gegenüber Hauswasserwerken im Keller.