Montage Material, Verteiler
Ventil Ventilverschraubungen
Ventilverschraubungen sind spezielle Bauteile, um Magnetventile und Rohre in einen Ventilverteiler zu integrieren. Die Ventilverschraubungen werden mittels Überwurfverschraubung befestigt, bieten eine einfache Erweiterungsmöglichkeit und einen einfachen Austausch der Ventile. Die Verschraubungen verfügen über eine Dichtung, um eine sichere und dichte Verbindung der Bauteile herzustellen.
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Das Wichtigste in Kürze
- ✓ Überwurfverschraubung – einfacher Austausch der Ventile und einfache Erweiterung
- ✓ Kein Teflonband nötig – die eingelegte Dichtung übernimmt die Abdichtung
- ✓ Alles für den Verteilerbau – Verschraubungen, Verteilerbalken, Übergänge, Stopfen, Winkel und T-Stücke
- ✓ Reserveplatz einplanen – ungenutzte Abgänge mit Verschlussstopfen schließen
- ✓ Oberirdisch montieren – auf der Werkbank bauen und vor dem Eingraben prüfen
Es ist kein weiteres Dichtmaterial wie z.B. Teflonband notwendig.
Warum Überwurfverschraubung statt Gewindedichtung?
Der Unterschied zeigt sich spätestens beim ersten Ventiltausch. Bei einer klassisch eingedichteten Gewindeverbindung müssen Sie das Ventil herausdrehen – dabei dreht sich zwangsläufig alles mit, was dahinter liegt. Am Ende zerlegen Sie den halben Verteiler, um ein einziges Bauteil zu wechseln, und müssen anschließend jede Verbindung neu abdichten.
Die Überwurfverschraubung löst das: Die Überwurfmutter wird gelöst, das Ventil nach oben entnommen, das Ersatzteil eingesetzt, Mutter wieder handfest angezogen. Der Verteiler bleibt dabei unberührt. Die eingelegte Dichtung übernimmt die Abdichtung – deshalb ist Teflonband oder Hanf nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv, weil Fremdmaterial die Dichtfläche stören kann.
Was Sie in dieser Kategorie finden
| Bauteil | Funktion | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Ventilverschraubungen | Verbinden Ventil und Verteiler über Überwurfmutter | Jede Ventilmontage im Verteiler – Standardbauteil |
| Verteilerbalken | Führen die Zuleitung auf mehrere Ventilabgänge | Grundgerüst jeder Ventilverteilung |
| Anschlussstücke & Übergänge | Verbinden Verteiler mit PE-Rohr oder Gewinde | Zuleitung und Abgang zu den einzelnen Zonen |
| Verschlussstopfen | Schließen ungenutzte Abgänge dicht ab | Reserveplätze für spätere Zonen freihalten |
| Winkel und T-Stücke | Richtungswechsel und Abzweige im Schacht | Anpassung an die Platzverhältnisse in der Box |
Speziell für Tavlit-Ventile führen wir passende Swivel-Verschraubungen in einer eigenen Kategorie: Ventilverschraubungen – Tavlit Swivel. Produkte des Herstellers finden Sie gebündelt unter Tavlit.
Verteiler selbst aufbauen: die richtige Reihenfolge
Wer den Verteiler selbst zusammenstellt, geht am besten so vor:
- Zonenzahl festlegen – plus mindestens einen Reserveplatz, der zunächst mit einem Verschlussstopfen geschlossen wird.
- Baugröße prüfen – passt der fertige Verteiler noch bequem in die vorgesehene Ventilbox? Rundherum sollten ein paar Zentimeter Luft bleiben.
- Oberirdisch montieren – bauen Sie den Verteiler im Trockenen zusammen, nicht im Schacht. Auf der Werkbank arbeitet es sich deutlich sauberer.
- Vor dem Eingraben prüfen – Wasser aufdrehen und jede Verbindung kontrollieren, solange alles noch zugänglich ist.
- Ausrichtung beachten – die Ventilspulen müssen von oben greifbar sein, die Durchflussregler erreichbar bleiben.
💡 Tipp aus der Praxis
Ziehen Sie Überwurfmuttern handfest an, nicht mit der Zange. Die Dichtung braucht Anpressdruck, kein Drehmoment – zu fest angezogen verformt sich der Kunststoff, und die Verbindung wird undicht statt dichter. Bleibt eine Stelle nach dem Handanziehen undicht, sitzt meist die Dichtung schief oder ein Span vom Rohrschnitt liegt dazwischen. Sauber schneiden hilft, passendes Werkzeug finden Sie in unserem Sortiment.
Selbst bauen oder fertig kaufen?
Der Selbstbau lohnt sich, wenn Sie eine ungewöhnliche Zonenzahl brauchen, eine bestehende Anlage erweitern oder die Platzverhältnisse im Schacht besondere Lösungen verlangen. Für Standardfälle sind vorkonfektionierte Einheiten meist die schnellere Wahl: Montierte Ventilverteiler kommen fertig montiert und geprüft, montierte Ventilboxen zusätzlich schon im passenden Schacht.
Die passende Zuleitung und die Abgänge zu den Zonen stellen Sie über PE-Rohrleitungen und die dazugehörigen PE-Fittinge her. Wie viele Zonen Ihre Anlage überhaupt braucht, klärt der Ratgeber Gartenbewässerung planen.
Alle weiteren Komponenten für den Ventilschacht finden Sie in der Oberkategorie Ventilschacht und Montage.
Häufig gestellte Fragen
Passen Ventilverschraubungen zu jedem Ventil?
Entscheidend ist die Anschlussgröße – üblich sind 1 Zoll und 3/4 Zoll. Innerhalb derselben Größe lassen sich Ventile verschiedener Hersteller in der Regel kombinieren. Bei Tavlit-Ventilen mit Swivel-Anschluss brauchen Sie die passenden Swivel-Verschraubungen aus der entsprechenden Kategorie.
Wirklich kein Teflonband nötig?
Bei Verschraubungen mit eingelegter Dichtung nicht – die Dichtung übernimmt die Abdichtung vollständig. Teflonband oder Hanf können sogar stören, weil sie zwischen die Dichtflächen geraten. Anders sieht es bei konischen Gewinden ohne Dichtung aus, etwa an manchen Übergangsstücken: Dort ist Dichtmaterial weiterhin nötig.
Kann ich den Verteiler später erweitern?
Ja, das ist der Vorteil des modularen Aufbaus. Am einfachsten geht es, wenn Sie von Anfang an einen oder zwei Abgänge mit Verschlussstopfen freihalten. Dann müssen Sie später nur den Stopfen entfernen und das Ventil einsetzen – ohne den restlichen Verteiler anzufassen.
Kann ich Verschraubungen nach dem Lösen wiederverwenden?
In der Regel ja, denn die Verbindung wird nur über die Überwurfmutter gelöst und nicht neu eingedichtet. Prüfen Sie vor dem Wiedereinbau die Dichtung: Ist sie verhärtet, rissig oder verrutscht, tauschen Sie sie aus. Wischen Sie außerdem die Dichtfläche sauber, damit kein Sand oder Span die Abdichtung stört.